Antinukleäre Antikörper (ANA)
Röntgenbild eines Patienten
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Die Diagnostik rheumatischer Erkrankungen

Die Diagnose einer rheumatischen Erkrankung ist, wie häufig in der Medizin, eine Sammlung verschiedener Informationen und das Zusammensetzen der Befunde zu einem Gesamtbild. Laborbefunde spielen dabei eine wichtige Rolle, indem sie Diagnosen bestätigen oder Symptome weiter klären. Die Meinung jedoch, dass rheumatische Erkrankungen allein aus dem Blut diagnostiziert werden können, muss als falsch bezeichnet werden. Eine vollständige Diagnostik beinhaltet den sorgfältigen Einsatz der folgenden Methoden:
     
Anamnese    
Zu Beginn ist ein gründliches Gespräch mit mir sehr wichtig. Wichtige Informationen sind dabei der Zeitpunkt des Auftretens, Lokalisation von Schmerzen und Gelenkschwellungen sowie der zeitliche Verlauf der Beschwerden. Außerdem werden rheumatologisch relevante Begleiterscheinungen erhoben (Schuppenflechte oder andere Hautausschläge, Symptome an weiteren Organen wie den Augen, HNO-Gebiet, Lunge, Nerven, Herz oder Nieren), familiäre Belastung, Berufsanamnese, bisherige Therapie.
     
Klinische Untersuchung    
Eine genaue körperliche Untersuchung ist erforderlich mit Erhebung des Ganzkörper- und Gelenkstatus (Inspektion, Palpation, Funktionsprüfung der Wirbelsäule und Gelenke). Der Tastbefund gibt mir Auskunft darüber, ob Gelenke geschwollen sind, also eine Flüssigkeitsansammlung im Gelenkraum oder eine Verdickung der Gelenkinnenhaut vorliegt.   Patient mit schwerer chronischer Gicht
     
Röntgen    
Geröntgt werden müssen betroffene Gelenke und die Wirbelsäule um typische radiologische Befunde rheumatologischer Erkrankungen darzustellen, Schädigungen zu erfassen oder um andere, nicht rheumatische Erkrankungen festzustellen. Häufig ist auch eine Untersuchung der Thoraxorgane erforderlich.   Röntgenbild eines Patienten
     
Labordiagnostik    
Durchgeführt werden: CRP, ANA, Antikörper gegen ENA, HLA-B27, ANCA, Komplementfaktoren, Erregernachweis, internistisches Routinelabor.
  Synoviaanalyse
 
Gelenksonographie
Darstellung von Gelenkentzündung und Gelenkerguss
     
Gelenkpunktionen   Ultraschallbild eines Patienten mit großem Kniegelenkserguss
Dient zur Differenzierung entzündlicher / degenerativer Erkrankungen durch Untersuchung der Gelenkflüssigkeit.  
   
Abdomensonographie (Ultraschall der Bauchorgane)  
Zur Erfassung einer Beteiligung innerer Organe bei rheumatologischen Erkrankungen.    
     
Kernspintomografie und Szintigrafie
In speziellen Fällen kann die Durchführung weiterer Untersuchungen wie MR oder Skelettszintigrafie erforderlich sein.